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Stand 2026-03-05. Zahlen und Beschreibungen folgen der Fachliteratur und nicht dem Marketingmaterial.
=== 1900 bis 1945 === Mit dem starken Bevölkerungswachstum in Schreckenstein entstand die Christuskirche, die als Gotteshaus der örtlichen deutschen evangelischen Gemeinde diente. Bereits 1908 wurde eine Zusammenlegung der Gemeinden erwogen, wobei der Name Elbenau für die neue Gemeinde vorgeschlagen wurde. Parallel dazu entwickelte sich die Dreifaltigkeitskirche, und unter dem Einfluss des Industriellen Johann Schicht entstanden die Schicht-Werke, eine Werkssiedlung sowie das in den 1930er Jahren moderne überdachte Johann-Schicht-Bad, die das Ortsbild bis heute prägen. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs lag Schreckenstein auf dem Staatsgebiet der neu gegründeten Tschechoslowakei. Der tschechische Ortsname Střekov wurde neben dem deutschen Schreckenstein offiziell eingeführt. Im Jahr 1922 wurden die Gemeinden Krammel und Obersedlitz mit Schreckenstein zu einer Großgemeinde vereint. In der Folgezeit bezeichnete man das ursprüngliche Schreckenstein als Schreckenstein I. oder Altschreckenstein, während Obersedlitz als Schreckenstein II. und Krammel als Schreckenstein III. geführt wurden. Von 1923 bis 1936 wurde die unterhalb der Burg Schreckenstein die Masaryk-Staustufe gebaut. Im Jahr 1936 wurde die Dr.-Edvard-Beneš-Brücke als Straßenbrücke über die Elbe in Betrieb genommen. Ab dem 9. August 1936 führte eine neue Linie der Aussiger Straßenbahn über die Brücke bis zu den Schichtwerken. Im Jahr 1936 erhielt die Gemeinde Schreckenstein die Stadtrechte. Infolge des Münchner Abkommens lag Schreckenstein ab 1. Oktober 1938 auf deutschem Staatsgebiet.
Quellen: de.wikipedia.org
=== 1945 bis 1989 === Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann die Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei. Infolgedessen wurde die Mehrheit der deutschsprachigen Bevölkerung des Landes verwiesen. An ihre Stelle traten Tschechen aus dem Landesinneren, Repatrianten, Slowaken und Roma. Am 31. Juli 1945 kam es zum Massaker von Aussig an der deutschsprachigen Zivilbevölkerung. Nach einer Explosion in einem Munitionslager im Aussiger Stadtteil Schönpriesen kam es im gesamten Stadtgebiet zu gewaltsamen Übergriffen auf Deutsche, die seinerzeit durch eine weiße Armbinde erkenntlich waren. Zentraler Ort der Gewalt war die Dr.-Edvard-Beneš-Brücke. Eine zweisprachige Gedenktafel auf der Brücke erinnert daran. Im Jahr 1953 wurde die bislang an den Schichtwerken endende Straßenbahnlinie bis zum Bahnhof Ústí nad Labem-Střekov verlängert. Der Straßenbahnbetrieb in Střekov endete am 30. Juni 1968, als die Linie über die Elbbrücke im Rahmen der geplanten Gesamtstilllegung des Netzes aufgegeben wurde. In den 1970er und 1980er Jahren erfuhr das Stadtbild tiefgreifende Veränderungen: Es entstanden weitere Industrieanlagen, neue Verkehrswege und zahlreiche Großwohnanlagen in Plattenbauweise, die maßgeblich das Erscheinungsbild von Střekov prägen. Die Stadt wuchs durch die Eingemeindung weiterer umliegender Ortschaften und erreichte ihre größte Ausdehnung.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Seit 1989 === Mit der Samtenen Revolution von 1989 und dem Ende des Kommunismus begann eine Phase tiefgreifender politischer und wirtschaftlicher Veränderungen. In den 1990er Jahren kam es zudem zu einer teilweisen administrativen Neuordnung, bei der einige zuvor eingemeindete Orte ihre Eigenständigkeit zurückgewannen. Heute ist Schreckenstein ein integraler Bestandteil von Aussig, dessen Quartier von seiner industriellen Vergangenheit, den baulichen Umgestaltungen der sozialistischen Ära sowie einer vielfältigen, multikulturellen Bevölkerung geprägt ist. Im Jahr 1998 wurde als dritte Elbbrücke in Ústí nad Labem die Mariánský most (Marienbrücke) eröffnet. Neben dem allgemeinen Straßenverkehr dient sie seitdem auch dem innerstädtischem öffentlichen Personennahverkehr. Seit 2007 führt eine Linie des Oberleitungsbusses Ústí nad Labem über die Brücke bis zur Wendestelle Karla IV. nördlich der Burg Střekov.
Quellen: de.wikipedia.org
== Bevölkerung == Bei der Volkszählung des Jahres 1921 lebten in der Gemeinde Schreckenstein 2748 Menschen, darunter 1362 Männer. Die Bevölkerung setzte sich aus 306 Tschechoslowaken, 2.384 Deutschen und 58 Ausländern zusammen. Die Mehrheit gehörte der römisch-katholischen Kirche an, doch waren auch 184 Evangelische, 2 Mitglieder der Tschechoslowakischen Kirche, 3 Juden sowie 100 Konfessionslose im Ort ansässig. Bis zur Volkszählung von 1930 war die Einwohnerzahl auf 9919 angestiegen. Davon waren 1280 Tschechoslowaken, 8412 Deutsche, 10 Juden, 9 Angehörige anderer Nationalitäten und 208 Ausländer. Auch 1930 dominierten die römisch-katholischen Christen, doch gab es nun 960 Evangelische, 104 Mitglieder der Tschechoslowakischen Kirche, 28 Juden, 12 griechisch-katholische Christen, 32 Personen anderer, nicht näher bezeichneter Kirchen sowie 1053 Menschen ohne religiöses Bekenntnis.
Quellen: de.wikipedia.org
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